8 Fragen an Beatriz von Eidlitz

Beatriz von Eidlitz begeistert ihre Teilnehmer*innen für eine ganz besondere Technik; das Papierschöpfen. In Ihren Kursen erwachsen aus Pflanzenfasern und Papier sehr filigrane und experimentelle Objekte.

„Glück ist für mich, wenn es anfängt, zu kribbeln, weil sich das Gefühl rührt, auf den richtigen Weg zu sein.“

An was hast du heute Morgen beim Aufwachen gedacht?
Meist erwache ich mit Neugier und Spannung, ob der Tag Anregungen und Entdeckungen mit sich bringt. Und manchmal schreibe ich einen Traum auf.

Was war dein Antrieb, dich im Atelierprojekt zu engagieren?
Der Austausch mit anderen Menschen, die Auseinandersetzung mit anderen Positionen und Herangehensweisen und die Freude, Dinge zu vermitteln und über die Ergebnisse zu staunen.

Was finden die Teilnhemer*innen in deinem Kurs?
Künstlerische Gestaltung auf der Basis der alten Techniken des Papierschöpfens. Konkret finden sie Gerätschaften wie Schöpfrahmen, Bottiche, eine Presse, Vliese und verschiedene Materialien, um die Papierpule herzustellen und allerlei für die Gestaltung verwendbare Gegenstände. Und natürlich viel Spielraum um zu experimentieren.

Welches Werkzeug setzt du am liebsten für deine Kunst ein?
Meine Hände, die mein Tun ausführen, meine Augen, die sehen was da passiert, meine Erfahrung, die bewußt und unbewußt in die Arbeit einfließt. Und, nicht zu vergessen, meine Brille für den kritisch geschärften Blick.

Was ist deine größte Herausforderung im täglichen Leben und Arbeiten?

Wichtig ist mir, einen frischen Blick zu bewahren, um für Neues offen zu sein. Nicht minder wichtig: Sackgassen bei der Arbeit rechtzeitig erkennen.

Welcher künstlerischen Sehnsucht folgst du?
Dass aus dem vielen, oft anstrengenden Hantieren und Machen eine geglückte künstlerische Arbeit entsteht.

Wobei empfindest du das Glück?
Wenn es anfängt, zu kribbeln, weil sich das Gefühl rührt, auf den richtigen Weg zu sein, und das Ziel nahe ist.

Ist spielen Kunst oder Kunst ein Spiel?
Ohne Spiel (mit Formen, Material, Techniken, Gedanken) keine Kunst. Doch zugleich keine Kunst ohne Arbeit (grübeln, skizzieren, prüfen, probieren, verwerfen, neu beginnen)..